Verkaufte Ware verschicken: worauf es beim Versand ankommt

Nicht jeder Käufer wohnt um die Ecke. Wer versendet, erreicht mehr Interessenten, trägt aber auch das Risiko, dass etwas verloren geht oder beschädigt ankommt. Mit ein paar Regeln bleibt das Risiko klein.

Welcher Paketdienst?

Für private Verkäufer reichen die bekannten großen Anbieter, allen voran die Österreichische Post, Hermes und DPD. Welcher Dienst in welchem Land was anbietet, zeigt die Übersicht Paketdienste. Preise ändern sich regelmäßig; aktuelle Tarife stehen in den Preisrechnern der Anbieter.

Erst das Geld, dann das Paket

Versenden Sie erst, wenn der Betrag auf Ihrem Konto gebucht ist. Eine Mail oder ein Screenshot ist kein Zahlungseingang (siehe Sicher verkaufen).

Die Versandkosten vorher klären

Versand gehört zu den häufigsten Fragen von Käufern. Schreiben Sie deshalb in die Anzeige, ob Versand möglich ist und was er ungefähr kostet. Wiegen und messen Sie die Ware samt Verpackung vorher; ein Paket, das knapp über einer Gewichts- oder Größengrenze liegt, kostet schnell deutlich mehr.

Richtig verpacken

  • Ein stabiler Karton, nicht zu groß. Hohlräume füllen, damit nichts wandert.
  • Zerbrechliches einzeln einschlagen, mit Abstand zu allen Kartonwänden.
  • Akkus und Elektrogeräte: Für Lithium-Akkus gelten beim Versand besondere Regeln, lose oder beschädigte Akkus sind oft ausgeschlossen. Fragen Sie im Zweifel beim Paketdienst nach, bevor Sie verpacken.
  • Alte Adressaufkleber entfernen, sonst landet das Paket beim Vorbesitzer.

Nachverfolgen und absichern

Wählen Sie eine Versandart mit Sendungsverfolgung und geben Sie die Sendungsnummer an den Käufer weiter. Bei wertvollen Artikeln lohnt eine höhere Haftung oder Versicherung. Den Einlieferungsbeleg bewahren Sie auf, bis der Käufer den Empfang bestätigt hat.

Fotos vor dem Zukleben

Fotografieren Sie die Ware und die fertige Verpackung, bevor Sie den Karton schließen. Kommt etwas beschädigt an, können Sie zeigen, in welchem Zustand es das Haus verlassen hat. Das hilft beim Gespräch mit dem Käufer und bei einer Schadensmeldung.

Versand in die Schweiz

Innerhalb der EU, also zwischen Österreich und Deutschland, gibt es keine Zollformalitäten. Die Schweiz gehört nicht zur EU: Beim Versand dorthin können besondere Bestimmungen, Zollregeln und zusätzliche Kosten gelten, oft für den Empfänger. Sprechen Sie das vor dem Kauf an und informieren Sie sich vorab selbst, am besten direkt beim Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und bei Ihrem Paketdienst.